Neocaridina davidi
Eine Art, viele Farben. Zwerggarnelen sind den ganzen Tag unterwegs, machen keinen Lärm und räumen nebenbei das Becken auf.
Was sie den ganzen Tag machen
Garnelen weiden. Sie laufen über Steine, Wurzeln und Blätter und sammeln mit winzigen Scheren den Biofilm ab, eine dünne Schicht aus Algen und Kleinstlebewesen. Für uns sieht das aus, als würden sie ständig essen, und im Grunde stimmt das auch.
Alle paar Wochen häuten sie sich. Die leere Hülle bleibt liegen und sieht aus wie eine tote Garnele, was jedes Mal einen kleinen Schreck gibt. Man lässt sie im Becken, die Tiere fressen sie wieder auf.
- Größe
- 2 bis 3 Zentimeter
- Temperatur
- Zimmertemperatur reicht, meist ohne Heizer
- Wasser
- eher hart, kein weiches Regenwasser
- Gruppe
- ab etwa zehn Tieren, allein sind sie scheu
- Nachwuchs
- fertige Mini-Garnelen, keine Larven
Die Farben, die bei uns leben
Farbe ist Geschmackssache. Für die Tiere macht sie keinen Unterschied, sie brauchen alle dasselbe.
Orange Sakura
Leuchtet auf dunklem Boden am stärksten. Unsere ruhigste Gruppe.
Blue Velvet
Tiefblau, manchmal fast schwarz. Junge Tiere sind noch blass und färben nach.
Yellow Fire
Gelb und halb durchsichtig. Bei denen sieht man am besten, was sie gerade gefressen haben.
Vier Sachen, die wirklich wichtig sind
Das Becken muss eingelaufen sein. Mehrere Wochen mit Pflanzen, bevor das erste Tier einzieht.
Kein Kupfer. Viele Fischmedikamente und manche Dünger enthalten es, und für Garnelen ist es giftig.
Langsam eingewöhnen. Neue Tiere werden über eine Stunde tropfenweise an das neue Wasser gewöhnt.
Wenig füttern. Reste im Becken sind der häufigste Anfängerfehler, unserer eingeschlossen.
Ehrlich gesagt: Garnelen sind pflegeleicht, aber sie sind kein Anfängertier für zwischendurch. Wer sie in ein frisches Becken setzt, verliert sie. Wer wartet, hat jahrelang Freude daran.